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Was brauche ich wirklich?

Ausrüstung

 

Welche Ausrüstung brauche ich zum Trailrunning?

Beim Trailrunning bewegen wir uns meist in abgeschiedenen und zum Teil (hoch)alpinen Regionen. Diese Autonomie erfordert nicht nur eine bessere Planung, sondern hat auch höhere Ansprüche an Ausrüstung und Verpflegung, als wenn Du eine Runde um den Block drehst.

Der Trailrunning-Rucksack 

Um alles benötigte Material sicher zu verstauen und angenehm zu transportieren, ist ein guter Trailrunning-Rucksack ausschlaggebend. Je nachdem wie lange und in welcher Region Du unterwegs bist, oder ob du an einem Rennen teilnimmst, reicht das Fassungsvolumen von 2 bis 12 Liter. Für Mehrtagestouren oder unter extremen Bedingungen kann auch ein Rucksack mit bis zu 20 Liter notwendig sein. 

Salomon und Dynafit produzieren sehr komfortable und durchdachte Trailrunning- Rücksäcke und Westen. Normalerweise reichen 8 Liter aus, um alles Material auch auf längere Touren dabei zu haben, wobei der Unterschied zu 5 Liter in Gewicht und Komfort kaum spürbar ist.

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Eine Tragelösung mit präziser Passform – für anspruchsvolle Ausdauerläufer

ADV SKIN 5 SET


Must haves

Am besten machst Du es Dir zur Gewohnheit, deine Must-haves immer dabei zu haben, ganz egal wohin Du gehst, oder wie das Wetter ist. Es erleichtert Dir nicht nur die Vorbereitung, sondern erlaubt Dir auch spontane Planänderungen, verschafft Sicherheit und kann in einer Notsituation entscheidend sein.

Rettungsdecke

Super leicht und klein, aber genauso effektiv und im Notfall lebensrettend. Sie gehört bei jedem Trailrun in Deinen Trailrunning-Rucksack und wird meistens standardmässig zusammen mit dem Rucksack geliefert.

Handy

Das Handy kommt immer mit. Nicht nur um tolle Fotos zu knipsen, oder für die Navigation, sondern auch um im Notfall jemanden zu kontaktieren oder von Rettungsdiensten geortet werden zu können. Stelle sicher, dass Dein Handy während dem Lauf eingeschaltet ist und Du einen Notfallkontakt abgespeichert hast.

Verpflegung und Wasser

Nimm unbedingt immer ausreichend Wasser/Energy-Drink mit. Am besten hast du zwei 0.5L Softflasks in der Weste, welche du je nach Verfügbarkeit unterwegs auffüllen kannst. Für sehr lange Touren ohne Möglichkeit Wasser zu tanken, bietet sich eine Trinkblase an.

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mit Aktivkohlefilter für reines trinkwasser unterwegs

Bee Free Softflask von Katadyn

Pack genügend Essen ein, auch wenn Du vor dem Lauf gerade gar nicht ans Essen denken magst. Ob Nüsse, Datteln, Riegel oder Gels ist Geschmacksache und hängt auch von der geplanten Anstrengung ab. Teste verschiedene Produkte und eigne Dir im Training gute Gewohnheiten an, damit Du bei Wettkämpfen weisst, worauf Du Dich verlassen kannst.

Wind-/Regenjacke

Eine Wind- oder Regenjacke solltest Du ebenfalls immer dabei haben, um Dich vor Auskühlung zu schützen. In alpinen Regionen kann es auch im Sommer ganz schön kalt und windig werden. Sofern Du eine besonders leichte Windjacke suchst, empfehle ich Dir die Salomon SLAB Serie. Bei Regenjacken hingegen produziert Dynafit deutliche langlebigere Produkte, bei sehr geringem Gewicht und Packmass. Achte bei der Grössenwahl darauf, dass Du die Jacke auch über den Trailrunning-Rucksack anziehen kannst, damit Du den Lauf nicht unterbrechen musst.

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Extrem leichte und atmungsaktive GORE-TEX® SHAKEDRY™ Jacke

GLOCKNER ULTRA SHAKEDRY™ JACKET

Sonnenschutz

Eine kleine Sonnencrème im praktischen Taschenformat passt in jeden Trailrunning-Rucksack. Deine Haut wird es Dir danken. Um die Chemischen Substanzen auf ein Minimum zu reduzieren, empfiehlt es sich Sonnencrème für Kinder mit Schutzfaktor 50+ zu verwenden. 

Sonnenbrille und Hut hängen natürlich stark vom Wetter ab. Bei Regen ist ein geschlossenes Cap angenehm, während an warmen Tagen ein oben nicht geschlossener Hut mehr Sinn macht, damit sich die Hitze nicht staut und Du trotzdem Schatten in der Augenpartie hast.

Und wie bringe ich das alles in meinen Lauf-Rucksack?


Die richtigen Trailrunning Schuhe

Wenn du bereits läufst, weisst Du wahrscheinlich bereits, was für ein Schuhtyp du benötigst. Falls nicht, solltest Du eine (meist kostenlose) Fussanalys und professionelle Beratung in einem Sportgeschäft in Betracht ziehen. Dann sollte Dein Schuh vor allem komfortabel sein und auch auf längeren Läufen perfekt sitzen. Achte beim Kauf darauf, dass Du keine Druckstellen spürst und nicht im Schuh herum rutschts.

Je nach Untergrund, Distanz und Ziel gibt es sehr unterschiedliche Schuhmodelle. Nutze auf jeden Fall zwei, drei Paar parallel und achte darauf, dass du nicht alle Einheiten in knüppelharten ungedämpften Schuhen läufst, vor allem wenns mal länger dauert.

Persönlich laufe ich mit Schuhen unterschiedlicher Marken, wobei mir Salomon Trailrunning Schuhe wie angegossen passen. Während die SLAB Serie extrem leicht, durchdacht und meist auch langlebig ist, produzieren die Italiener mit Dynafit und La Sportiva aber deutlich robustere Modelle. HOKA wird stark gehypt und ich überlasse es Dir, zu entscheiden, ob Du dich mit den stark gedämpften Schuhen anfreunden kannst. Für längere Läufe oder in Wochen mit viel Trainingsumfang, laufe ich gelegentlich den HOKA Speedgoat.


Bekleidung

Sofern Du gerne läufst oder Wanderst, hast du eventuell bereits alles, was es braucht um loszulegen. Für Komfort auf langen Strecken sorgt eine Trailrunning Laufhose mit Innen-Tights, wie zum Beispiel die Soroja Trail Shorts. Diese vermindert die Reibung zwischen den Oberschenkeln und kommt mit praktisch eingenähten Taschen für Gels, Smartphone oder Schlüssel. Ein weiteres Bekleidungsstück, vor allem für kältere Tagen, ist ein eng anliegendes Thermo-Shirt, welches Du unter das Laufshirt anziehen kannst. Es leitet die Feuchtigkeit schnell ab und vermindert zusätzlich jegliche Reibung des Trailrunning-Rucksacks. Für heisse Tag und lange Läufe lohnt es sich ein leichtes und schnell trocknendes Trail T-Shirt wie das La Charme im Schrank zu haben.

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Flexible Alleskönner Bekleidung von Skinfit

Atmungsaktiv. Leicht. Langlebig.

Trailgaiters

Auf kiesiegem Untergrund, ist es angenehm lange Socken zu tragen, oder allenfalls sogenannte Trail Gaiters zu verwenden. Diese verhindern, dass Schmutz und Steinchen in den Schuh gelangen und dich zwingen eine Pause einzulegen, um den Schuh zu entleeren.


Stirnlampe

Sofern Du sehr früh startest, gegen Abend los läufst, Mehrtagestouren machst oder sogar die Nacht durchläufst, wird die Stirnlampe dein bester Freund. Achte darauf, dass Du ein Modell mit wiederaufladbarem Akku und unterschiedlichen Helligkeitsstufen kaufst. Hier ist aber wiederum das Einsatzgebiet entscheidend.

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Aufladbare Stirnlampe mit mehreren Lichtkegel

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Stöcke

Stöcke beim Trailrunning entlasten die Beine und du schaltest quasi auf Allradantrieb um. Die Belastung der Oberschenkel- und Wadenmuskulatur wird teilweise auf die Arme und den Rumpf verlagert und bei langen Abstiegen verringert der Stockeinsatz Schläge und Druck auf die Knie. Auf technisch steilen und anspruchs­vollen Abstiegen profitiert man außerdem von einem Plus an Stabilität.

Stöcke richtig einsetzen

Der Stockeinsatz ist nicht natürlich und erfordert eine bewusste Koordination. Insbesondere für Rennen sollte das Laufen mit Stöcken vorher auf ähnlicher Strecke eingeübt werden. Bei längeren und nicht allzu steilen Anstiegen werden die Stöcke abwechselnd rechts und links aufgesetzt, um sich abzudrücken. Wird es richtig steil, werden die Stöcke weiter vorne und parallel aufgesetzt, um sich regelrecht daran hochzuziehen.

Die wichtigsten Unterschiede

In erster Linie unterscheiden sich die Stöcke vor allem beim Material. Carbon ist das leichteste, aber auch teuerste Material. Die günstigere Alternative ist Aluminium, das als bruchsicherer gilt und vor allem auf technischen Trails mit Felsspalten von Vorteil sein, wo Stöcke schnell mal verkanten. Da du die Stöcke nicht ständig im Einsatz hast, lohnt sich eine faltbare Vari­anten, sogenannte Z-Poles. Sie lassen sich auf ein kleines Packmaß reduzieren und im Rucksack unterbringen, wiegen wenig und sind schnell aus- und einzuklappen.

Die richtige Stockwahl

Entscheidend bei der Auswahl der Stöcke, ist die richtige Länge. Die Unterarme sollten parallel zum Boden verlaufen, wenn du auf einer ebenen Fläche stehend die Stöcke senkrecht aufsetzt. Für den Einsatz in steilem Gelände, sollten die Stöcke ind er Länge verstellbar sein, wie sie beispielsweise Leki mit seinem Speedlock-System oder Black Diamond mit den Distance-FLZ-Modellen anbietet. Verstellbarkeit geht aber immer zulasten des Gewichts und des Preises. Achte insbesondere darauf, dass die Handschlaufen bequem sind, um Scheuern und Blasen zu vermeiden

Beim Kauf von Stöcken, sollte immer der Laufrucksack mitbedacht und geprüft werden, welche Möglichkeiten es zum Verstauen oder Befestigen gibt. Nichts nervt mehr als klappernde oder herumbummelnde Gepäckstücke.

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der leichte von Black Diamond

DISTANCE CARBON Z

Crampons / Steigeisen

Auf Schnee uns Eis sorgen (Mini) Steigeisen für Grip und Sicherheit. Leichte Steigeisen auf die Trailrunningschuhe gespannt, sind jedoch nicht mit massigen Steigeisen auf schweren Bergschuhen zu vergleichen. Der Übergang von Trailrunning und Bergsteigen verschmilzt immer mehr und es bleibt den Sportlern überlassen, das für sich richtige Material auszuwählen. Führend in der Herstellung von leichten Steigeisen, welche sich für Trailrunning über Schnee und Gletscher eignen ist sicherlich Nortec.

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Leicht und schnell an- / ausziehbar

Nortec micro crampons